Studie zur Mediennutzung: Wo uns die Kunden wirklich zuhören

Studie zur Mediennutzung: Wo uns die Kunden wirklich zuhören

In einer Welt der Reizüberflutung ist „Aufmerksamkeit“ die härteste Währung für unsere Kommunikation. Die Arbeitsgemeinschaft Media-Analysen hat im 3. Quartal 2025 untersucht, wie aufmerksam verschiedene Medienkanäle tatsächlich genutzt werden.

Die Ergebnisse sind eindeutig: Während andere Mediengattungen oft nebenbei laufen, genießen Zeitungen und Zeitschriften (Print & Online) die höchste Exklusivität in der Wahrnehmung.

1. Fokus statt Multitasking

Die Studie zeigt eine massive Diskrepanz bei der geteilten Aufmerksamkeit. Während Radio und Fernsehen klassische „Nebenbei-Medien“ sind, widmen sich Leser von Zeitungen und Zeitschriften den Inhalten fast exklusiv.

So erledigen bei Zeitungen und Zeitschriften nur 7% (CMR – Print und Online) nebenbei andere Tätigkeiten. Bei Social Media sind es 14%, bei Fernsehen 46% und bei Radio gar 71%.

©Mediaanalyse 2025

2. Inhalt und Erinnerungsvermögen

Ganz klar auf den Inhalt konzentriert sind die Leserinnen und Leser von Zeitungen und Zeitschriften (CMR – Print & Online). Mit 69% klar der Bestwert. Zum Vergleich: Bei Fernsehen sind es nur 38% und bei Social-Media-Plattformen 20%. Schlusslicht bildet hier die Gattung Radio mit 17%.

Ein ähnliches Bild zeigt sich bei der Erinnerung an die gelesenen/gehörten Inhalte. So können sich bei Zeitungen und Zeitschriften 69% sehr gut an die Inhalte erinnern. Gefolgt von Fernsehen (53%), Radio (29%). Auf dem letzten Platz Social Media mit 23%.

©Mediaanalyse 2025

3. Ungeteilte Aufmerksamkeit

Die Qualität des Kontakts spiegelt sich auch in der Erinnerungsleistung wider. Da Printmedien (und deren Online-Portale) oft die „ungeteilte Aufmerksamkeit“ erhalten (50% bei Print vs. 17% bei Social Media), bleiben die Inhalte besser haften.

©Mediaanalyse 2025

4. Bewusste Nutzung vs. Berieselung

Ein weiterer entscheidender Faktor ist die Intention der Nutzer. Zeitungen und Zeitschriften werden aktiv und bewusst zur Hand genommen, während andere Kanäle oft zur passiven Unterhaltung dienen. 71% der Zeitungs- und Zeitschriftennutzer geben an, das Medium „ganz bewusst“ zu nutzen. Im Gegensatz dazu geben 57% der Radiohörer und 47% der TV-Zuseher an, dass sie sich eher „berieseln lassen“.

©Mediaanalyse 2025

Als Resümee lässt sich daher zusammenfassen, dass werbliche Inhalte im redaktionellen Umfeld auf eine kognitiv aktive Zielgruppe treffen und diese somit wesentlich zum Erfolg einer Kommunikationskampagne beitragen.